FWG fordert sichere Schulwege!

Freie Wähler Taunusstein setzen sich für verstärkte Überwachung der Verkehrssituation an Grundschulen und Kindertagesstätten im Stadtgebiet ein.

Die FWG Taunusstein will die Verkehrssituation vor Schulen und KiTas in Taunusstein verbessern. Ein Grund hierfür ist die seit Jahren ungelöste Verkehrssituation vor der Regenbogenschule in der Adolfstraße/Stephanstraße in Bleidenstadt und Missachtungen von grundsätzlichen Verkehrsregeln wie etwa an der Obermayr Kita im Obergrund in Taunusstein/Hahn.

„Manche Eltern würden ihre Kinder vermutlich noch ins Klassenzimmer fahren, würde ihr Auto durch die Eingangstür passen“, kritisiert Tanja Hahn (FWG), stellvertretende Ortsvorsteherin von Bleidenstadt. Kritisch ist auch die Situation in der Stephanstraße: Neben dem normalen Autover-kehr beobachtet man hier zunehmend Firmenfahrzeuge und Lieferverkehre, die diese Strecke bevorzugen, um parallel zur immer stärker frequentierten Aarstraße ohne Ampelstopp schneller weiterzukommen. Fraglich, ob dabei die hier geltenden 30 km/h immer eingehalten werden. Besonders Kinder, die auf diesen schulnahen Wegen zu Fuß oder mit Fahrrädern unterwegs sind, sind gefährdet, wenn sie sich zwischen den teils falsch parkenden Autos und dem chaotischen Bring- oder Holverkehr dort bewegen müssen. Anwohner*innen sowie Personen, die hier zu Fuß für ihre täglichen Erledigungen unterwegs sind, beschrieben in persönlichen Gesprächen mit Hahn die Zustände vor Ort nicht selten als „katastrophal“.

Der Ortsbeirat Bleidenstadt hat unlängst erneut auf die prekäre Situation hingewiesen und partei-übergreifend einstimmig den Magistrat der Stadt zum Handeln aufgefordert. „Wir brauchen dort dringend permanente Kontrollen“, stellt Hahn fest. Nicht zuletzt die dort beobachteten deutlichen Geschwindigkeitsüberschreitungen vieler Pkw sorgten immer wieder für Ärger, auch aus Sorge für die Schulkinder. „Kinder benötigen Grundkompetenzen, sich eigenständig und sicher im Straßenverkehr bewegen zu können. Wo sonst, wenn nicht auf dem Schulweg, können sie das erlernen?“

Weniger die gefahrenen Geschwindigkeiten als vielmehr das Parken vor der Kita im Obergrund in Hahn beschäftigt manche Eltern. Vor allem beim Bringen und Abholen der Kinder stünden bis zu drei Pkw unerlaubt im Wendehammer oder in zweiter Reihe, wie FWG-Ortsbeiratsmitglied Lothar Peters erfahren hat. Das Parkverbot dort sei klar erkennbar ausgeschildert. Neben den Parkplätzen vor der Kita stünden genügend weitere Plätze, etwa vor den Wohnhäusern gegenüber der Feuerwehr zur Verfügung. Manche Eltern machten es sich schlichtweg zu bequem nach Vorschrift zu parken, wie ihm zugetragen wurde. Die Ausreden seien immer dieselben: Mit „Es dauert nicht lange!“, oder „Man sei „doch gleich wieder weg!“ würde man sein Fehlverhalten beim Parken rechtfertigen. Auch zu Pöbeleien unter einigen Väter sei es schon gekommen, wenn man sie direkt vor Ort angesprochen und gebeten habe, dort wo es nicht erlaubt ist nicht zu parken. Die Leitung der Kita selbst ist machtlos und kann ihrerseits nur das Ordnungsamt um Kontrollen bitten. Auch hier wird die FWG sich nachdrücklich dafür einsetzen, dass eindeutige Parkverstöße in diesem Bereich ent-sprechend geahndet werden und sie nicht zu „Gewohnheitsrecht“ verwässern.

Die Ortsbeiratsmitglieder der FWG in den übrigen Stadtteilen haben bereits angekündigt, sich dem Vorstoß aus Bleidenstadt und Hahn anzuschließen. Die Situationen vor Ort würden überprüft, um mögliche Probleme in den Ortsbeiratssitzungen zu diskutieren und entsprechende Forderungen an den Magistrat der Stadt stellen zu können.