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Pressemitteilung: CDU und FWG unterstützen Stolpersteine

CDU und FWG unterstützen Stolpersteine

„Thema nicht zum Spielball im Kommunalwahlkampf machen!“

Pressemitteilung der Fraktionen von CDU und FWG im Stadtparlament Taunusstein

„Wir unterstützen das Gedenken an Mitbürgerinnen und Mitbürger Taunussteins, die hier wegen ihres jüdischen Glaubens, ihrer Herkunft oder ihrer Rasse in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Freitod getrieben wurden. Wir sehen den Holocaust als einzigartigen Geschichtsbruch. Auf die Erinnerung an die Diktatur und die unvergleichbare Unmenschlichkeit dieser Zeit stützen wir unser Engagement für eine freiheitliche Demokratie und unser Bild von der Unantastbarkeit der menschlichen Würde“, stellten die Vorsitzenden der Fraktionen von CDU und FWG, Andreas Monz und Helmut Grundstein zur aktuellen Diskussion zur Verlegung von Stolpersteinen in Taunusstein klar. Mit der Aufstellung der Stele, gegenüber dem Standort der ehemaligen jüdischen Synagoge in Wehen, sei ein würdiger und anerkannter Ort zur Erinnerung an die in der Zeit des Nationalsozialismus in Taunusstein verfolgten Bürgerinnern und Bürger jüdischen Glaubens geschaffen worden.

Die Verlegung von Stolpersteine sei eine ebenso unterstützenswerte Form des Gedenkens, die stärker das Schicksal des Einzelnen in den Vordergrund stelle. Daher bedürfe die Entscheidung, Stolpersteine als Form des Gedenkens zu fördern, zuvor einer intensiven Recherche der mit den einzelnen Steinen verbundenen Biografien. „Dieses haben wir bereits in den Haushaltsberatungen im Herbst betont und die finanzielle Unterstützung der Initiative zur Verlegung seitens der Stadt zugesagt“, betonen die Vertreter von CDU und FWG. Auch im persönlichen Gespräch sei diese Unterstützung zugesagt worden. Um so irritierender seien die aktuellen kritischen Äußerungen der Vertreterin der Projektgruppe „Lebendige Erinnerungskultur in Taunusstein“, die gleichzeitig für die SPD zur Kommunalwahl kandidiere. „Das Thema Erinnerungskultur in Taunusstein darf nicht zum Spielball im Kommunalwahlkampf werden. Gerade um das jeweils einzelne Schicksal nicht zu entwerten muss die Festlegung einer Verfolgungsbiografie in einem Stolperstein von besonderer Sorgfalt geprägt sein“, fordern die beiden Fraktionsvorsitzenden. Zudem müsse berücksichtigt werden, dass es auch in der Bevölkerung Vorbehalte gegen diese Form des Gedenkens gebe, wie sie zum Beispiel Charlotte Knobloch, die frühere Präsidentin des Zentralrates der Juden und Rednerin zum Gedenken an die Opfer des Holocaust am Mittwoch vor dem Bundestag immer wieder Ausdruck gebracht habe: Für sie trägt die Konzeption der Stolpersteine dazu bei, dass die Opfer im Nachhinein nochmals mit Füßen getreten würden. Entsprechende Stimmen gebe es auch von weiteren Menschen jüdischen Glaubens. Die Forderung nach der Verlegung von Stolpersteinen werde daher nach Wahrnehmung von CDU und FWG auch nicht aus der jüdischen Gemeinde, sondern von in Fragen der Erinnerungskultur engagierten Vertretern der Bürgerschaft vorgetragen. „Da wir das Engagement dieser Gruppe wie auch der Schülerinnen Schüler am Gymnasium Bleidenstadt sehen und auch die Kirchen in Taunusstein die Initiative positiv begleiten, werden CDU und FWG mit einem Antrag zur kommenden Stadtverordnetenversammlung die Durchführung des Projektes durch die Stadt gemeinsam mit der Projektgruppe sicherstellen“. Damit würden auch die finanziellen Mittel bereitgestellt, soweit das Projekt nicht durch Spenden abgedeckt werden könne. Voraussetzung für die Durchführung seien sorgfältig recherchierte Biografien und das vorliegende Einverständnisses betroffener Grundstückseigentümer. „Wir hoffen auf eine breite parlamentarische Unterstützung“, so Monz und Grundstein abschließend.